Yukio Mishima porträtiert den Marquis de Sade durch die Augen von fünf Frauen: Seine Ehefrau, deren Schwester, deren Mutter und zwei Damen der Gesellschaft. Der abwesende Marquis, Personifizierung unerfüllter Sehnsüchte und unterdrückter Lüste, wird zur Hauptfigur dieses psychologischen Spiels.
Um ihren inhaftierten Schwiegersohn zum Schutz der Familie von allen Vorwürfen freisprechen zu lassen und gesellschaftlichen Schaden abzuwenden, erbittet Madame de Montreuil die Unterstützung zweier Damen der Pariser Gesellschaft: Gräfin de Saint-Font verfügt in den Betten wichtiger Männer, Baronin de Simiane am Ohr des Klerus über gewissen Einfluss.
Dem Drängen der Mutter, sich vom Skandal umwobenen Marquis de Sade zu lösen, widersetzt sich ihre Tochter Renée: Deren Haltung und das Liebesverhältnis der jüngeren Tochter Anne-Prospère mit dem Marquis zwingen die Mutter zu handeln.
Sechs Jahre später scheint die Freilassung des Marquis erreicht, aber die Freude ist von kurzer Dauer. Erneut beginnt Reneés Kampf um die Freiheit ihres Mannes. 12 weitere Jahre müssen vergehen, bis er in den Wirren der französischen Revolution aus dem Gefängnis entlassen wird.